»Was ich bezweifle. Wir führen hier keine Vermißtenkartei über Erdmenschen, wie Sie wissen.«

Foss fühlte, wie ihm der Schweiß über das Gesicht strömte. Sandoval IX war nicht nur eine schwere, sondern auch eine heiße Welt.

»Ich brauche nur einige Informationen«, sagte er. »Bin mit einer Auskunft zufrieden. Mit Ihrer Hilfe hatte ich ohnehin nicht gerechnet.«

Der Adaptierte zuckte leicht die Achseln. »Sie würden auch keine Hilfe finden, ob Sie darum bäten oder nicht, Erdmensch.«

»Ich sagte schon, daß ich nicht darum bitte«, erwiderte Foss scharf.

»Okay. Kommen Sie herein. Ich werde mir anhören, was Sie zu sagen haben.«

Drinnen wirtschaftete eine Frau mit breiten Hüften, großem Busen und einem platten Gesicht. Foss fand sie häßlich, aber Adaptierte hatten ein besonderes Schönheitsideal. Die Frau war wie geschaffen dafür, Kinder auf einer Welt zu gebären, deren Charakteristikum hohe Schwerkraft war. Zwei stramme Kinder spielten auf dem Fußboden und würdigten Foss keines Blickes.

»Meine Frau«, brummte Haldane, als er Foss den Weg freigab. »Und meine Kinder.«

Foss ging weiter und lächelte mechanisch. Sie betraten einen kleinen, dürftig eingerichteten Raum, der Haldane offenbar als Arbeitszimmer diente. Haldane ließ sich in einen breiten Pneumosessel fallen und traf keine Anstalten, Foss einen Platz anzubieten. Foss setzte sich auf einen Stuhl, der geeignet schien, das Gewicht eines Elefanten zu tragen. Er holte tief Luft, als der Druck der Schwerkraft plötzlich von ihm genommen war. Sein Herz schlug wieder freier.

»Wie ist Ihr Name und was wollen Sie hier?« fragte Haldane unwirsch.

»Mein Name ist Webb Foss. Ich stamme von der Erde und gehöre der Zivilbehörde auf Egri V an. Vor zwei Wochen ist mir meine Frau davongelaufen. Sie hat hier Unterschlupf gefunden. Ich möchte sie wieder zurückholen.«



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